Sonntag, 30. Dezember 2018

[Rezension] Now and Forever - Weil ich dich liebe

Buchcover



Infos


Titel: Now and Forever - Weil ich dich liebe
Autor: Geneva Lee
Anzahl der Seiten: 384
Verlag: Blanvalet
Preis: 12,99€
ISBN-13: 978-3-7341-0638-5
Erscheinungsdatum: 17. September 2018
Rezensionsexemplar: Ja. Danke an den Verlag für die Bereitstellung.




Jillian Nichols weiß, dass sie nicht wie andere Mädchen ist. Dass sie nie eine Zukunft, nie ein normales Leben haben wird. Doch sie will kein Mitleid und tut alles, um ihr Geheimnis vor allen zu verbergen. Darum gibt es für sie klare Regeln, wenn es um Jungs geht – einen Tanz, einen Drink, eine Nacht und niemals mehr. Das geht so lange gut, bis sie Liam trifft. Der schottische Austauschstudent ist nicht nur superhot und supernett, sondern auch superstur. Liam will nicht nur eine Kerbe an Jillians Bettpfosten sein und ihre Regeln sind ihm völlig egal. Er ist wild entschlossen, an Jillians Seite zu bleiben. Doch wird sie ihm jemals vertrauen?


Wisst ihr, bisher habe ich jedes Buch von Geneva Lee gelesen, welches auf Deutsch erschienen ist. Und mal waren diese Bücher wirklich gut. Andere ihrer Bücher konnten mich nicht von sich überzeugen. Nun habe ich mich Hals über Kopf in das Cover von Now and Forever verliebt, weswegen ich diesem Buch auf jeden Fall auch eine Chance geben musste. Doch ich kann euch jetzt schon sagen, dass dieses Buch (trotz des tollen Covers) für mich gleichzeitig in beide Kategorien von Genevas Büchern fällt...

Was passiert in diesem Buch?

Seit zwei Jahren weiß Jillian, dass die unheilbar krank ist. Genau seit diesem Zeitpunkt gilt eine Regel für sie in Bezug auf Typen: nur eine gemeinsame Nacht und dann nie wieder. Bisher hat dies auch immer funktioniert. Bis zu dem Abend, an dem sie in ihrer Lieblingsbar Liam aufreißt. Denn genau dieser steht am nächsten Morgen in ihrer Küche, um ihr Waffeln zu machen. Nackt. So sehr sich Jillian auch bemüht Liam wieder loszuwerden, schafft sie es einfach nicht. Denn der schottische Austauschstudent weiß genau was er will. Und das passt so gar nicht zu Jills Regeln. Doch haben die beiden wirklich eine Zukunft, besonders wenn Jillian mit allen Mitteln verhindern will, dass Liam von ihrer Erkrankung erfährt?
"Ich fühle, dass ich dir gern Waffeln am Morgen danach machen würde und vielleicht auch am Morgen nach dem Morgen danach. Und ich spüre sehr deutlich, dass ich davon überzeugt werden könnte, für einen sehr langen Zeitraum in der vorhersehbaren Zukunft Waffeln für dich zu machen."

Konnten mich die Protagonisten überzeugen?

Ganz ehrlich, diese Frage ist recht schwer zu beantworten. Zumindest was die Protagonistin Jillian angeht. Denn, besonders im ersten Teil des Buches, wirkt sie total unbekümmert. Sie ist frech, nicht auf dem Mund gefallen. Zusätzlich scheint sie durch ihre Diagnose das Leben lieber leicht zu nehmen. Sie besucht nur wenige Vorlesungen und dann auch nie Vormittags, sie geht gerne und viel feiern und schleppt gefühlt Reihenweise Kerle ab. Und genau durch dieses Verhalten hat sie auf mich sehr unnahbar und kalt gewirkt. Sodass ich wirklich Probleme hatte, Mitgefühl oder auch nur eine Art von Bindung zu ihr aufzubauen. Erst als sie sich langsam öffnet und nicht mehr jeden vor den Kopf stößt und gefühlt ständig wütend wird, bessert dies sich. Denn irgendwann bekommt man mit, dass Jillian einfach Angst hat. Sie probiert sich vor noch mehr Verletzungen zu schützen, indem sie jeder Bindung aus dem Weg geht. Und dieses Verhalten war für mich auch absolut verständlich, weswegen ich zum Schluss auch Sympathie gegenüber Jillian empfunden habe.
"Liam zog mich an wie ein Magnet. Je mehr ich mich widersetzte, desto schwerer wurde es. Doch ich wusste, dass es bei uns beiden auf gebrochene Herzen hinauslief, wenn er jemals die Wahrheit herausfinden würde." 
Liam ist da ganz anders als Jills. Denn er war mir schon gleich ab der ersten Seite an sympathisch. Okay, das hängt vielleicht auch ein klitzekleines bisschen damit zusammen, dass er nackt Waffeln bäckt und Schotte ist. Denn was gibt es schon besseres als ein sexy Schotte? Richtig, nicht viel. Aber das Liam zusätzlich auch noch süß, humorvoll und absolut liebenswert ist, machte ihn nur noch besser. Und auch das er sein Herz auf der Zunge trägt und immer direkt ausgesprochen hat, was er wollte, war erfrischend anders. Besonders, wenn man ihn mit anderen Protagonisten dieses Genres vergleicht.


Dies wäre kein Buch von Geneva Lee, wenn sich in den Kapiteln nicht die ein oder andere romanische und auch erotische Szene versteckt. Auch wenn ich sagen muss, dass die erotischeren Szenen ein wenig zahmer sind, als ich diese von der Autorin gewohnt bin. Aber das passte zur gesamten Geschichte auch sehr gut. Denn trotz allem, stimmte die Chemie zwischen den beiden Protagonisten, und das ist mir m einiges wichtiger, als allzu gezwungene Sexszenen.

Gab es etwas, was mir nicht gefallen hat?

Bis auf meine Startschwierigkeiten mit Jillian, gab es eine Sache, die mich zwischendurch wirklich gestört hat. Und damit meine ich nicht Jillians Mutter, die mir auch ziemlich auf die Nerven gegangen ist, aber das war nicht ganz so schlimm.
Nein, mein eigentliches Problem betraf die Beziehung von Liam und Jills. Denn auch wenn die beiden schon vor der ersten Seite miteinander im Bett gelandet sind, so war die Beziehung die ersten Kapitel sehr kühl und noch nicht vorhanden. Und hey, so sollte es auch sein, immerhin lernten sich die beiden gerade erst kennen. Aber nach etwa 10 Kapiteln, ging es mir alles plötzlich viel zu schnell. Denn von der ein auf die andere Seite waren sie ein Paar (auch wenn Jills das nicht richtig einordnen konnte), waren ach so verliebt und vögelten nicht mehr miteinander sondern "machten Liebe". Es kam mir einfach so vor, als hätte ich etwas verpasst. Denn immerhin umspannten diese paar Kapitel nur etwa 2 Wochen.


Sobald dieser "Zeitraffer" stattgefunden hatte, pendelte sich alles wieder ein und die beiden lernten sich wirklich kennen. Auch wenn, ich das plötzliche langsam angehen was Liam vorschlug, ein wenig zu spät fand. doch ab diesem Zeitpunkt, kam ich auch besser mit der Liebesgeschichte klar.

Wie ist meine abschließende Meinung zum Buch?

Wie ich es schon von Geneva Lee gewohnt war, hat sich auch in Now and Forever ihr unglaublich toller Schreibstil fortgesetzt. Denn fängt man einmal an, so ist man sofort in der Geschichte und kann sie kaum noch aus der Hand legen, so gut und flüssig ist die Story. Und auch trotz meiner kleineren Schwierigkeiten, kann ich nur sagen, dass mir dieses erste Buch der Girls in Love Reihe wirklich gut gefallen hat. Denn das Buch wartet mit einer süßen Liebesgeschichte auf, die auch ihre tiefgründigeren Seiten besitzt, was es zu einer guten Mischung machte.


Trotz einiger Startschwierigkeiten, ist dies ein gelungener Auftakt von Geneva Lees neuer Reihe.




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