Montag, 8. März 2021

[Rezension] Caraval

Buchcover



Infos


Titel: Caraval
Autor: Stephanie Garber
Anzahl der Seiten: 400
Verlag: Piper
Preis: 10,00 €
ISBN-13: 978-3-492-28167-6
Erscheinungsdatum: 20. März 2017
Rezensionsexemplar: Nein.




Scarlett fürchtet sich vor ihrem Vater, dem grausamen Governor der Insel Trisda. Sie sehnt sich danach, die Heimat zu verlassen und an dem legendären Spiel Caraval teilzunehmen, das die magische Erfüllung von Wünschen, Abenteuer und Freiheit verspricht. Als Scarlett vor ihrem Vater flieht und Caraval zum ersten Mal betritt, fühlt sie sich am Ziel ihrer Träume. Doch etwas Dunkles und Geheimnisvolles umgibt das verzauberte Spiel. Ist Caraval wirklich das, was Scarlett sich erhofft hat? Plötzlich befindet sie sich mitten in einer Welt, in der es um Leben und Tod geht ...


Also mal ehrlich, wie soll ich zu diesem absolut genialen Buch eine Rezension schreiben und ihr dabei wirklich gerecht werden? Ich habe wirklich keine Ahnung. Dabei hätte ich nie damit gerechnet, dass mir Caraval so sehr gefallen könnte. Denn das Buch lag tatsächlich seit 2017 auf meinem SuB. Und nun hat es mich so umgehauen, dass ich mir sofort Band 2 und 3 auch noch besorgen musste. Also werde ich an dieser Stelle mein Bestes versuchen um irgendwie meine Meinung dazu in diese Rezension packen.
"Was auch immer ihr über Caraval gehört habt, es kommt der Wirklichkeit nicht einmal nahe. Es ist mehr als nur ein Spiel oder eine Vorstellung. Es ist das, was der Magie in dieser Welt am nächsten kommt."
Was passiert in diesem Buch?

Tatsächlich ist die Geschichte um ein vielfaches komplexer als der Klappentext erahnen lässt. Doch da ich absolut nicht spoilern möchte, lasse ich es dabei bewenden. Denn ganz ehrlich, umso weniger ihr vor dem Lesen von dem Buch wisst, umso besser.


Konnten mich die Protagonisten überzeugen?

Ja, ganz insgesamt mochte ich die Charaktere sehr gern, auch wenn ich das ein oder andere Problem hatte.
Zuerst einmal Scarlett. Sie war die nette und freundliche große Schwester, die manchmal mehr als naiv war. Das war die Seite an ihr, die mir ab und an auf die Nerven ging, sodass ich gerade am Anfang so meine Probleme mit ihr hatte. Doch zum Ende der Geschichte hin wurde sie immer mutiger und selbstständiger. Ihre Entwicklung war ein großer Pluspunkt der Story und ich freue mich schon darauf, wie es mit ihr weiter geht.
Dann gab es da noch Tella. Sorry, aber sie hätte getrost wegbleiben können. Sie war die egoistische und unleidliche kleine Schwester, die sich absolut keine Gedanken macht und immer darauf hofft, dass Scarlett sie aus ihren Schlammasseln rettet. Das war schlicht absolut unreif und unfair. Alles, was sie von sich gegeben hat, hat mich die Augen verdrehen lassen, weswegen ich ehrlich froh war, dass sie in diesem Buch eher eine kleine Rolle eingenommen hat.
Aber eine angehauchte Romantasy-Story wäre nichts ohne einen männlichen Protagonisten. Und da hat Julian wirklich den perfekten Part eingenommen. Er war mysteriös und manchmal nicht der netteste, aber er war auch unheimlich liebevoll und freundlich. Ich mochte die Mischung aus Bad Boy und sich bemühenden Freund. Ich hoffe ganz ehrlich, dass man Julian nicht zum letzten Mal begegnet ist.
"Eine Viper war immer noch giftig, auch wenn sie Frack und Zylinder trug."
Und dann noch Caraval Master Legend. Über ihn kann und will ich nicht viel sagen, doch seid bereit. Bei ihm muss man mit allem rechnen.
Zum Schluss möchte ich noch auf die kleine Romanze zwischen Scarlett und Julian eingehen. Diese war wirklich süß und hat das Buch für mich perfekt abgerundet. Das Ende zwischen ihnen hätte gern etwas ausführlicher sein können, aber ich habe die Hoffnung, dass es in den nächsten zwei Bänden weiter geht.

Gab es etwas, was mir nicht gefallen hat?

Bis auf mein Problem mit Tella, gab es glaube ich nur eine Sache, die ich an dieser Stelle erwähnen muss. Und das war nicht etwas, was mir nicht gefallen hat. Sondern eigentlich meine ich den Einstieg in die Geschichte. Ich habe einfach eine paar Seiten länger gebraucht um wirklich in die Geschichte komplett einzutauchen. Der Schreibstil war schlicht ein bisschen gewöhnungsbedürftig, dazu kam noch die vielen unbekannten Namen. Doch einmal in der Geschichte konnte ich das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen.

Gab es etwas, was ich noch erwähnen muss?

Oh ja, und zwar so einiges.
Erst einmal zum Schreibstil. Ich habe ja gerade erwähnt, dass er etwas gewöhnungsbedürftig ist, aber das liegt vor allem daran, dass ich am liebsten Romane aus der Ich-Perspektive lese. Hier war es die 3. Person und das verlangt von mir persönlich immer erst eine gewisse Zeit. Denn ansonsten war der Schreibstil der Autorin so flüssig und fantasievoll. Ich hatte nie das Gefühl ständig dieselben Phrasen dargelegt zu bekommen, sondern würde mit immer neuen Bildern beeindruckt.


Außerdem muss noch auf das eingehen, was mich mit am meisten in seinen Bann gezogen hat, nämlich die Kulisse. Ich habe noch nie ein ähnliches Worldbuilding erlebt. Dabei hatte die Grundidee etwas von Alice im Wunderland mit Räumen die schrumpfen und sich ausdehnen, magischen Läden und Türen die ihre Richtung ändern. Doch was das Setting so besonders macht, ist diese Zirkus-Elemente die das Buch beherrschen und dieser leichte Anflug von Venedig-Feeling. Diese gesamte Mischung machte die Welt von Caraval so bunt und farbenfroh, dass man gar nicht wusste, wohin zuerst und ich manchmal sogar leicht überfordert war. Doch das war absolut okay.

Wie ist meine abschließende Meinung zum Buch?

Caraval hat mich absolut umgehauen. Die Geschichte war so anders als erwartet. Sie war magisch, düster, spannend aber auch romantisch und süß. Eine wirklich perfekte Mischung. Ihr solltet nur eins beim Lesen immer im Hinterkopf behalten: Nichts ist wie es scheint. Aber ich kann euch dieses Buch wirklich nur ans Herz legen, wenn ihr Rätsel, Spannung und dezente Romance mögt.


Eine magische und rätselhafte Welt, die einen alles infrage stellen lässt. Doch gerade das macht dieses Buch so packend!





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