Sonntag, 22. März 2020

[Rezension] Love Challenge

Buchcover



Infos


Titel: Love Challenge
Autor: Helen Hoang
Anzahl der Seiten: 384
Preis: 12,99 €
ISBN-13: 978-3-499-27537-1
Erscheinungsdatum: 28. Januar 2020
Rezensionsexemplar: Ja. Danke an den Verlag für die Bereitstellung.




LIEBE IST EINFACH …
Seine Mutter will, dass er heiratet. Khai will, dass sie ihn in Ruhe lässt. Also schließen die beiden einen Pakt: Khai wird drei Monate mit der Frau zusammenleben, die seine Mutter für ihn ausgesucht hat. Danach hören die Kuppelversuche auf und sie akzeptiert ein für alle Mal, dass Khai als Autist einfach nicht für die Liebe gemacht ist.

… ALLES ANDERE ALS EINFACH!
Esme will ein besseres Leben. Für sich und ihre Tochter. Dafür ist sie bereit alles zu tun, selbst in die USA zu fliegen und einen vollkommen Fremden kennenzulernen. Einen extrem attraktiven und etwas sonderbaren Fremden. Sie hat drei Monate Zeit, Khais Herz zu gewinnen. Nur leider ist es viel einfacher, ihr eigenes an ihn zu verlieren!


Nachdem ich vor einer Weile Kissing Lessons verschlungen habe, dieses Buch war einfach nur phänomenal, war ich absolut gespannt auf Love Challenge. Doch auch wenn mir die Geschichte ebenfalls gefallen hat, ganz an Band eins ist sie leider nicht herangekommen.


Was passiert in diesem Buch?

Khai ist eigentlich vollkommen zufrieden mit seinem Leben. Er hat seine tägliche Routine und einen Job der ihm Spaß macht. Alles könnte gut sein, wäre da nicht seine ständig nervende Mutter. Um sie sich endlich vom Hals zu schaffen, willigt er ein, eine fremde Frau für den Sommer über bei sich aufzunehmen und sie wie seine Verlobte zu behandeln. Nur ist Liebe und Nähe so gar nichts für Khai. Bis er auf Esme trifft, die so vollkommen anders ist als erwartet und seine geordnete Welt auf den Kopf stellt.
"Genau deswegen hielt er sich von romantischen Beziehungen fern. Falls jemand etwas für ihn empfinden würde, dann würde er ihn am Ende nur enttäuschen, weil er es nicht erwidern konnte. Das wäre nicht richtig."

Konnten mich die Protagonisten überzeugen?

Bei der Protagonistin Esme kann ich diese Frage noch nicht so richtig beantworten. Ich mochte sie zu Beginn tatsächlich sehr gern. Die Verhältnisse, aus denen sie stammt, sind etwas ganz anderes und neues, das hatte ich bisher noch in keinem Buch. Durch ihren Hintergrund war Esme natürlich auch im Verhalten sehr anders und das fand ich ehrlich gesagt erfrischend. Ich mochte ihre starke und kämpferische Art und auch ihren Sinn für Familie. Was ich bei ihr leider sehr anstrengend fand, waren ihre ständigen Selbstzweifel, auch wenn ich sie zuerst bis zu einem bestimmten Punkt verstehen konnte. Doch nach der fünften Wiederholung über ihre angeblich geringe Intelligenz und wie geringwertig sie doch als Person ist, fand ich es dann leider etwas nervig. Auch das sie sich so komplett ungefragt an allem in Khais Haus zu schaffen gemacht hat, fand ich nicht ganz so gut. Allerdings hat die Entwicklung von Esme am Ende dann doch wieder einiges gut gemacht.
Bei Khai war das alles etwas anders. Ihn mochte ich total gerne. Durch seine besondere Art, er ist ja Autist, hat er ganz viel frischen Wind in die Geschichte gebracht. Natürlich kann ich auch verstehen, dass einige seine Art ein wenig sonderlich und gewöhnungsbedürftig fanden, aber genau das war für mich ein Pluspunkt. Denn was ist schöner mit anzusehen, als ein Protagonist der nichts mit Nähe und anderen Menschen anfangen kann und sich dann doch irgendwie verliebt. Ja, Khai war zwar nicht unbedingt die wärmste und charmanteste Person, aber sicherlich einer der besten Protagonisten seit langem.
"Es war ein Zeichen. Er war auf keinen Fall perfekt, aber er war perfekt für sie. Und Jade. Sie würde ihr Bestes geben, ihn davon zu überzeugen."
Und wie ihr euch sicher vorstellen könnt, war die Beziehung zwischen Esme und Khai auch etwas ziemlich Besonderes. Und ich glaube von Beziehung kann man auch eine ganze Weile lang nicht reden, denn es hat tatsächlich knapp die Hälfte des Buches gebraucht, bis die zwei sich mal ein Stück näher gekommen sind, als zwei vage Bekannte. Aber auch die Entwicklung hat sich absolut natürlich angefühlt beim Lesen, weswegen ich dies nicht sonderlich schlimm fand. Denn als die beiden endlich zusammengekommen sind und sie alte merkwürdigen Situationen und Missverständnisse aus der Welt geräumt haben, waren sie wirklich zuckersüß zusammen. Und vor allem das Ende hat dem ganzen die Krone aufgesetzt.

Gab es etwas, was ich noch erwähnen muss?

Oh ja auf jeden Fall! 
Zum Einen den tollen Schreibstil. Der wundervoll und flüssig, leicht und so mitreißend ist. Besonders weil man merkt, das Helen Hoang weiß, wovon sie schreibt.


Zum Anderen muss ich noch die Nebencharaktere erwähnen. Sie waren alle so liebenswert und haben der Geschichte noch einmal eine ganz besondere Note gegeben. Vor allem Quan hat es mir auch in diesem Buch angetan und ich kann es gar nicht erwarten endlich sein Buch zu lesen.

Wie ist meine abschließende Meinung zum Buch?

Zusammenfassend kann ich wohl nur noch sagen, dass auch wenn mir Love Challenge nicht ganz so gut gefallen hat wie der Vorgänger, war die Story von Khai und Esme wirklich toll. Die Geschichte kommt etwas ernster rüber und ist nicht ganz so leicht wie Anfangs gedacht, doch die Charaktere und der Schreibstil machen dies mehr als wett. Deswegen gibt es auch an dieser Stelle von mir wieder einen Daumen nach oben für die Autorin und ihre wahnsinnig originellen Bücher.


Nicht ganz so mitreißend wie das erste Buch der Reihe, dennoch eine wirklich schöne Geschichte.




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