Sonntag, 17. September 2017

[Rezension] Beautiful Funeral

Buchcover




Infos


Titel: Beautiful Funeral
Autor: Jamie McGuire
Anzahl der Seiten: 384
Verlag: Piper
Preis: 9,99€
ISBN-13: 978-3-492-31067-3
Erscheinungsdatum: 01. August 2017




Elf Jahre sind vergangen, seit Travis Maddox mit Abby durchgebrannt ist. Für Travis ist es nun an der Zeit, alte Rechnungen mit Mafiaboss Benny Carlisi zu begleichen. Doch damit rüttelt er die gefährlichste Untergrundorganisation von Las Vegas auf und plötzlich ist der ganze Maddox-Clan in Gefahr. Die Familie spaltet sich in verschiedene Lager, doch sie muss sich dringend entscheiden: Soll die Angst sie weiter auseinandertreiben, oder werden die Brüder es schaffen, sich wieder zu vereinen?


"Ich war auf gebrochene Herzen und Tränen gefasst gewesen. Auch mit Wut rechnete ich, wenn die Lügen aufgedeckt würden. [...] Damit, dass die Brüder aufeinander losgehen würden, hatte ich nicht gerechnet."
Früher war ich mal ein riesiger Fan von Jamie McGuire und den Maddox Brüdern, doch irgendwann ab Buch drei oder vier, habe ich wirklich die Hoffnung in diese Reihe verloren. Ich kam einfach nicht mehr klar mit ihrem Schreibstil und den überdramatisch aufgebauschten Geschichten der Brüder. Doch da ich eher dieser Typ bin 'Einmal angefangen muss ich den Rest auch noch lesen', habe ich mich auch noch durch die anderen Bücher gequält. Deswegen musste ich auch einfach Beautiful Funeral lesen. Und ich bin wirklich überrascht, denn es war gut. Immer noch nicht so gut, wie die ersten Bücher der Reihe, doch besser als erwartet.
Zum Inhalt kann und will ich nicht viel sagen. Denn zum einem MUSS man die anderen Bücher der Reihe vorher gelesen haben, einfach um die Zusammenhänge zu verstehen. Und ich möchte nicht unnötig spoilern. Und zum Anderen habe ich das Gefühl, dass ich genau das machen würde, egal was ich zum Inhalt schreibe, da einfach so viele Fäden in dieser Story zusammen treffen. Nur so viel: Elf Jahre sind seit dem letzten Buch vergangen. Die fünf Brüder haben mittlerweile alle ihre eigenen Familien und Kinder. Sie leben (meist) glücklich. Doch ahnen sie nichts davon, dass es jede Menge Geheimnisse zwischen ihnen gibt. Und diese werden nun alle aufgedeckt...


In Beautiful Funeral kommt dieses Mal jeder zu Wort. Und mit jeder, meine ich auch wirklich jeder. Wo die anderen Bücher bisher ausschließlich aus der Sicht der Protagonistinnen geschrieben waren, kommen diesmal auch die Maddox Brüder zu Wort. Und das ist eine echt angenehme Abwechslung. Denn da die Geschehnisse der Story recht dramatisch waren (was man ja schon anhand des Titels vermutet), bekommt man so einen viel tieferen Einblick in die Familie. Und das hat mir wirklich gefallen, den das war einer der Punkte, der mir bis jetzt in den vorhergehenden Büchern oft gefehlt hat, da ich mit den Protagonistinnen selbst nicht so gut klar kam.
Und von dieser Sorte gab es auch diesmal wieder einige. Allen voran Cami. Gott, dieses Weib ist wirklich so schrecklich und hat sich über all die Jahre die in den Büchern vergehen nicht geändert. Sie ist immer noch absolut selbstsüchtig und unsympathisch. Einfach schrecklich. Sie stellt selbst Ellie (die für mich eine der schlimmsten weiblichen Heldinnen ever war) in den Schatten. Und das will schon was heißen. Aber Ellie hat sich im Gegensatz zu Cami geändert. Ist wesentlich ruhiger und freundlicher geworden.
Nur die Maddox Jungs sind immer noch die Maddox Jungs. Starrköpfige, launische, sympathische, liebenswerte Männer, die den Schutz ihrer Liebsten über alles stellen. Diese fünf (naja, eher sechs) Männer werde ich wirklich vermissen, denn sie sind mir, im Gegensatz zu den meisten ihrer Pendants, ans Herz gewachsen.
"Ich hatte keine Ahnung, ob das stimmte. Und ich fragte mich, welcher Kummer uns wohl morgen erwartete und wie viel unsere Familie noch ertragen konnte."
In den vorhergehenden Büchern der Reihe, gab es immer wieder Berührungspunkte. Ein Brand, ein Beruf, ein Geheimnis. Das diese Fäden nun in diesem letzten Buch endlich zusammengefunden haben und alle Geheimnisse gelüftet wurden, fand ich großartig. Die Geschichte ist endlich in sich abgeschlossen. Doch so toll ich das auch fand, hatte ich auch einiges an der Art wie Jamie McGuire die Sache gelöst hat, auszusetzen. Denn die Story war einfach überdramatisch und einige Dinge wurden unnötig aufgebauscht (denn...verdammt...war diese zweite Sache wirklich nötig?!). Das war einfach für ein Buch mit knapp 380 Seiten zu viel des Guten. Und auch einige Reaktionen der Familie Maddox konnte ich nicht verstehen. Natürlich, bis zu einem gewissen Punkt konnte ich das, aber eben nicht alles. Und das was mich am meisten an Beautiful Funeral gestört hat, war das Ende. Denn, bitte, was soll das für ein Ende gewesen sein? Das ging einfach gar nicht.


Alles in allem ist das (vorerst) letzte Buch der Maddox Brüder Reihe von Jamie McGuire eine sehr durchwachsene Sache. Es war auf der einen Seite wesentlich besser als ich gedacht habe, und die Grundidee der Verknüpfung der einzelnen Handlungen war definitiv gut. Dennoch war die Story auf der anderen Seite, zu viel und nicht ganz ausgegoren. Mir fehlte einfach etwas. Deswegen war es zwar ein guter Schluss, doch leider auch nicht mehr. Was ich als ehemaliger großer Fan...und leider bleibt es wohl bei ehemaliger Fan...von Jamie McGuire, sehr schade finde. Trotzdem gibt es einen kleinen Maddox Brüder Bonus. 😉


Der Abschied der Maddox Brüder war härter als erwartet und besser als erhofft.



Danke an den Piper-Verlag für die Bereitstellung des Buches.


Kommentare:

  1. Hallo liebe Steffi,
    als ich gerade den heutigen TTT-Post kommentiert habe, ist mir deine Kurzmeinung zu diesem Buch auf der rechten Seite regelrecht ins Auge gestochen. Mir erging es ja sehr ähnlich wie dir mit der Reihe und nach diesem Teil muss ich gestehen, dass ich ganz froh bin, dass die Reihe damit ein Ende gefunden hat.
    Meine Rezi dazu
    Liebste Grüße, Hibi

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  2. Hallo Steffi,

    ich habe deine Rezension auf meinem Blog verlinkt, ich hoffe, das geht in Ordnung für dich.

    Ganz liebe Grüße aus Tirol
    Marie

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