
Infos
Titel: Willing Prey
Autor: Allie Oleander
Anzahl der Seiten: 384
Verlag: Rowohlt Taschenbuch
Preis: 17,00 €
ISBN-13: 978-3-499-01967-8
Erscheinungsdatum: 17. April 2026
Rezensionsexemplar: Ja. Danke an den Verlag für die Bereitstellung.Claire Collins ist eigentlich Sportlehrerin. Die Sommerferien verbringt sie normalerweise damit, zu kellnern, um ihr Gehalt aufzubessern. Doch diesen Sommer ist alles anders. Diesen Sommer wird sie zur Beute.
Shane Underwood bezahlt sie dafür, 30 Tage lang seine Fantasien mit ihm auszuleben und sich im Wald hinter seinem Haus von ihm jagen zu lassen. Claire ist mit dieser Art von Primal Play bestens vertraut und hat nichts gegen eine heiße Affäre einzuwenden. Dass Shane verboten attraktiv und zudem der Boss von ihrem verhassten Ex-Mann ist, macht den Deal nur umso süßer.
Allerdings hätte sie nie erwartet, wie intensiv diese 30 Tage werden. Denn Shane wird im Wald zu jemand anderem. Wild. Rücksichtslos. Verzehrend.
Doch das ist in Ordnung für Claire – denn sie ist es auch!
Bei Willing Prey wusste ich wirklich nicht, worauf ich mich einlasse. Tatsächlich habe ich mich schlussendlich auf ein Buch eingelassen, welches ich nicht mehr aus der Hand legen konnte. So lange nicht, dass es plötzlich zwei Uhr nachts war und ich es ausgelesen hatte.
Im Mittelpunkt der Geschichte steht Claire, eine frisch geschiedene Lehrerin, deren Finanzen nicht gerade rosig aussehen. Und Shane, der Boss ihres Ex-Mannes. Beide treffen eine Vereinbarung, dass Claire sich 30 Tage von ihm jagen lässt. Was im ersten Moment wild, fast absurd klingt, wird in diesem Buch zu etwas ganz Außergewöhnlichem.
Gerade Claire fand ich sehr gut geschrieben. Sie ist eine selbstbewusste Frau, die zwar auch ihre Probleme hat, aber all ihre Entscheidungen bewusst trifft. Sie ist keine naive Beute, wie der Klappentext vielleicht vermuten lässt. Sie nimmt sich ihre Lust, wie sie es will, und setzt auch ganz klare Grenzen. Claire ist einfach eine starke und sehr greifbare Protagonistin, was ich sehr zu schätzen wusste.
Shane ist das genaue Gegenteil von Claire. Er war über einen großen Teil sehr kontrolliert und kühl. Aber im Wald, holla die Waldfee, da war er roh und intensiv. Und diese zwei Seiten in ihm funktionieren erstaunlich gut, haben mich auch ziemlich schnell in seinen Bann gezogen.
Noch mehr als die Charaktere (auch die Nebencharaktere btw) mochte ich die Chemie und die Dynamik zwischen Claire und Shane. Die Tension? Konnte man zwischendurch mit einem Messer schneiden. Die Funken sprühten nur so zwischen ihnen. Und ich muss ja sagen, ich wusste nicht, dass ich vielleicht auch einen kleinen Fetisch habe, aber diese Jagdszenen? Holy moly, die waren next level hot.
Aber nicht nur der Spice spielt hier eine Rolle. Tatsächlich ist die Geschichte auch erstaunlich emotional und die Beziehung der beiden entsteht nicht trotz der Kinks, sondern durch sie. Gleichzeitig gibt es ein paar Momente, in denen ich mir etwas mehr Ruhe oder Charaktertiefe gewünscht hätte, vor allem bei Shane außerhalb des Waldes.
Trotzdem war Willing Prey ein wirklich packender Read. Die Geschichte hat mich überrascht und war tatsächlich mal etwas Neues. Wer also Tension und Spice mag und mal einer etwas anderen Prämisse wie dem Primal Play gegenüber aufgeschlossen ist, sollte dem Buch eindeutig eine Chance geben.
Ich wusste nicht, worauf ich mich einlasse, aber ich bin froh, es gewagt zu haben.






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