
Infos
Titel: Last Kiss of Summer
Autor: Jessica M. Felleman
Anzahl der Seiten: 352
Verlag: ONE
Preis: 17,00 €
ISBN-13: 978-3-8466-0304-8
Erscheinungsdatum: 15. Mai 2026
Rezensionsexemplar: Ja. Danke an den Verlag für die Bereitstellung.Bittersüß wie die erste Liebe, die man nicht vergisst
Als Sera Watkins nach zwei Jahren nach Cape Cod zurückkehrt, um dort mit ihrer Familie die Sommerferien zu verbringen, hat sie nur ein Ziel: ihrem Nachbarn und Kindheitsfreund Luke aus dem Weg zu gehen und ihr Herz vor einer erneuten Abfuhr zu schützen. Aber Luke wird immer ein Teil ihres Herzens haben - wortwörtlich. Als Babys wurden ihre Leben und das ihrer Familien durch eine Herzoperation für immer miteinander verwoben. Nun ist Sera bereit für einen Neustart: Doch zwei Jahre können viel verändern, und die Chemie zwischen Luke und ihr scheint stärker denn je. Sera muss sich fragen, ob sie der Liebe eine zweite Chance geben kann - bevor es zu spät ist.
Sad Girl Summer meets Ugly-Cry-Buch: In dieser Young Adult Romance ist Taschentuchalarm vorprogrammiert!
Sommer, Sonne, Leichtigkeit, oder? Zumindest ist es meist das, was man mit dem Sommer verbindet. Doch in Last Kiss of Summer bekommt man keine leichte Geschichte, sondern eher eine, bei der man Taschentücher bereithalten sollte.
Die Prämisse war schon einmal vielversprechend. Sara und ihre Familie verbringen jeden Sommer in Cape Cod in ihrem Sommerhaus. Zumindest war dies so bis vor zwei Jahren. Da passierte etwas, was Sara und ihre Familie daran gehindert hat, zurückzukehren. Jetzt ist der erste Sommer, an dem sie zurück sind. Doch nicht nur Sara hat sich verändert, auch Luke, der Nachbarsjunge und früher mal der beste Freund von Sara, ist jemand ganz anderer. Was hält dieser Sommer für die beiden bereit und können sie ihre alte Freundschaft wieder aufleben lassen?
Die Charaktere waren beide an sich sehr gut gezeichnet, allerdings gab es einige Punkte, die mir nicht so gefallen haben.
Sara war ein schwieriger Charakter, was aber mehr an ihrer Vergangenheit und ihrer Krankheit lag. Ich kann mir gar nicht vorstellen, wie es ist, so zu leben. Das verlangt viel Stärke und die hatte sie eindeutig. Was wirklich großartig war. Aber sie hat leider auch viele Dinge nicht einfach angesprochen und das hat mich wahnsinnig gemacht. Und ich weiß, dass vieles auch an ihrem Alter lag, und ich vielleicht einfach zu alt bin, um es nachvollziehen zu können, aber es hat mir ein wenig Spaß an der Geschichte genommen.
Luke fand ich alles in allem auch sehr gut. Er war mir aber ab und an zu blass neben Sara. Auch er hatte seine Vergangenheit und seine Geschichte, aber die wurde mir zu oft nur mal kurz angerissen und nicht wirklich in die Geschichte eingebunden. So war er einfach ein netter junger Mann, der noch seinen Weg im Leben finden muss.
Was mich an dieser Geschichte wohl am wahnsinnigsten gemacht hat, war, dass die komplette erste Hälfte des Buches aus Misskommunikation bestand. Ich hätte beide so gerne einfach geschüttelt. Denn alles zwischen ihnen hätte mit einem einfachen Gespräch geklärt werden können. Und auch hier, ja, ich weiß, dass man in diesem Alter anders miteinander redet und noch nicht alles so klärt wie später, aber hier hat es mich wirklich auf die Palme gebracht. Die Chemie zwischen den beiden ist allgemein spürbar, aber nicht konstant. Manche Szenen berühren, andere verpuffen überraschend schnell. Auch die Entwicklung der Beziehung ist manchmal zu zögerlich, an anderen Stellen zu schnell, was aber den Umständen geschuldet ist.
Was für mich ein Highlight des Buches war, war das Setting. Ein kleiner Küstenort auf Cape Cod, warme Spätsommertage und salzige Meerluft. Das hat Sommerfeeling heraufbeschworen. Aber die Autorin hat es auch geschafft, dass dieses Setting immer einen leisen Hauch von Abschied mit sich getragen hat, was die Stimmung immer etwas melancholisch gemacht hat. Aber das hat einfach so gut zu der Geschichte gepasst.
Alles in allem war Last Kiss of Summer für mich ein gutes Buch, welches mich aber nicht komplett von sich überzeugen konnte. Weite Teile der Geschichte haben mich an eine Mischung aus „Das Schicksal ist ein mieser Verräter“ und „Nur mit Dir“ erinnert. Auch das Ende war mir leider etwas zu vorhersehbar. Also nichts unbedingt Neues. Aber vielleicht war ich auch einfach das falsche Zielpublikum.
Last Kiss of Summer ist also eine nette, atmosphärische Sommerromanze, die sich gut für zwischendurch eignet, schön geschrieben ist, aber für mich leider kein Highlight war.
Kein leichtes Sommerbuch, eher eins mit Taschentuchalarm.






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