Montag, 24. März 2025

[Rezension] Mismatch

Buchcover



Infos


Titel: Mismatch
Autor: Laura Willud
Anzahl der Seiten: 400
Preis: 16,00 €
ISBN-13: 978-3-644-02328-4
Erscheinungsdatum: 18. Februar 2025
Rezensionsexemplar: Ja. Danke an den Verlag für die Bereitstellung.




Austin Fields ist der neue Spitzenspieler der College-Basketballmannschaft der Hopeville University. Nach dem Umzug in die Kleinstadt will er ein für alle Mal mit seiner Vergangenheit abschließen – wenn nur diese ebenso hübsche wie hartnäckige Sportjournalistin aufhören würde, Fragen zu stellen. Denn sein dunkelstes Geheimnis scheint ihm bis hierher gefolgt zu sein …

Joyce Reed ist eine angehende Sportjournalistin, wird als Frau aber nicht richtig ernst genommen. Da kommt es ihr gerade recht, dass der neue Star der Hopeville Dragons Geheimnisse zu verbergen scheint. Die perfekte Gelegenheit, sich zu beweisen. Doch als sie die Wahrheit erfährt, ändert das alles.


Okay, Hand aufs Herz, gibt es jemanden der keine Sports-Romance mag? Also ich kenne zumindest niemanden. Und ich selbst bin ein bekennender Fan solcher Geschichten. Wobei die meisten sich wohl nur um Football und Eishockey drehen. Eine Sports-Romance, die sich um Basketball dreht, ist mir bisher noch nicht untergekommen. Umso mehr habe ich mich auf Mismatch von Laura Willud gefreut. Denn im ersten Teil der Hopewille Dragons Dilogie entführt uns die Autorin in die Welt des College-Basketballs.

Wenn Austin Fields eins nicht möchte, dann ist es Aufmerksamkeit an seinem neuen College. Er hat aus, für die anderen Studenten unerklärlichen Gründen, das College gewechselt und spielt nun nicht länger in seinem vorherigen Top-Team, sondern bei den eher unbekannten Hopeville Dragons. Und genau diesen Grund möchte die ehrgeizige Joyce aufdecken. Doch entwickelt sich schnell eine tiefe Verbindung zwischen den beiden und die könnte für Austin alles ändern.

Wenn man das Wörterbuch unter dem Begriff Hartnäckigkeit aufschlagen würde, würde man in diesem Fall eindeutig ein Bild von Joyce daneben finden. Anfangs wusste ich genau aus diesem Grund nicht, was ich von ihr halten sollte, denn ich hatte das Gefühl, dass sie keine Grenzen akzeptieren konnte. Natürlich konnte ich auch ihren Drang nachvollziehen, zu erfahren, was hinter Austins Geschichte steckt, aber da er es nicht preisgeben wollte, hätte sie ihn auch in Ruhe lassen können. Ihre Leidenschaft für Sportjournalismus in allen Ehren, aber das hat mich ein wenig genervt. Dennoch war Joyce sonst eine wirklich tolle Protagonistin, denn ihre Hartnäckigkeit hatte auch ihr gutes. Und neben ihren anderen Eigenschaften spielte das ganz schnell kaum noch eine Rolle.

Austin war hingegen der Inbegriff für den verschlossenen Einzelgänger und seine eher wortkarge Art und seine Geheimniskrämerei rund um seinen Wechsel, machten nur umso neugieriger. Das war, glaube ich, auch ein Grund, warum ich dieses Buch so schnell gelesen habe, ich wollte sein Geheimnis einfach lüften. Und bis zu diesem Zeitpunkt ist mir Austin ans Herz gewachsen. Denn einmal aufgetaut, was er einfach ein super freundlicher und liebenswerter Kerl. Seine Entwicklung dahin, dass er den Mut findet sich zu öffnen und sich seiner Vergangenheit zu stellen, war für mich eins der Highlights des Buches.

Die Beziehung zwischen Austin und Joyce ist tatsächlich eine, der gesündesten, die ich seit langem in einem Buch erlebt habe. Die beiden kommen sich langsam näher, die Chemie baut sich nach und nach auf und das alles ganz ohne Drama, was authentisch und erfrischend war.

Dann muss ich auch noch kurz die Nebencharaktere erwähnen, allem voran Austins Großmutter Carol. Ihretwegen und ihren Kommentaren musste ich so oft lachen, dazu kam noch ihre herzliche Art, ganz eindeutig ein Highlight der Geschichte. Doch wo es ein Highlight gibt, muss es natürlich auch einen Charakter geben, denn man nicht mag. Und mein Antagonist war eindeutig Joyce Bruder Joshua. Er war so ein riesiges Arschloch, ich kann es gar nicht in Worte fassen, was ich ihm gern an den Kopf geworfen hätte. Ich weiß auch ehrlich nicht, wie ich es finde, dass er der Protagonist im zweiten Teil sein wird. Er muss sich ordentlich ins Zeug legen, um mich von sich zu überzeugen.

Zum Ende muss ich noch kurz den Basketball erwähnen. Wie schon gesagt fand ich es sehr erfrischend mal ein e andere Sportart zum Thema zu haben und diese wurde mit sehr viel Liebe in die Geschichte geschrieben. Das Training, die Dynamik im Team, alles wurde mit viel Liebe zum Detail geschrieben. Besonders gelungen fand ich zudem die Darstellung, wie der Sport nicht nur als Wettbewerb, sondern auch als Mittel zum Aufbau der Beziehungen gedient hat.

Abschließend kann ich also nur noch sagen, dass Mismatch genau die Art von Geschichte war, die ich gerade gebraucht habe. Eine wundervoll und flüssig geschriebene Lovestory ohne großes Drama und mit einer tollen Balance zwischen Romance und Sport. Für mich war Mismatch ein kleines Highlight, wo allerdings noch ein klitzekleines bisschen zu einem echten Highlight gefehlt hat. Und trotzdem freue ich mich absolut auf den zweiten Teil und noch mehr aus den Reihen der Hopeville Dragons.


Ich habe jede Seite geliebt!






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