Sonntag, 21. Januar 2024

[Rezension] Wir irgendwann

Buchcover



Infos


Titel: Wir irgendwann
Autor: Kira Mohn
Anzahl der Seiten: 320
Preis: 15,00 €
ISBN-13: 978-3-499-01075-0
Erscheinungsdatum: 12. Dezember 2023
Rezensionsexemplar: Ja. Danke an den Verlag für die Bereitstellung.





Ein zutiefst berührender Liebesroman auf zwei Zeitebenen.

Ein schlechter Scherz. Das ist der erste Gedanke, der Emmeline durch den Kopf geht, als plötzlich eine junge Frau vor ihr steht und behauptet, ihre Tochter zu sein. Em hat keine Kinder. Mehr noch: Sie kann keine Kinder bekommen. Dieser dumme Scherz ist also alles andere als witzig. Er ist grausam. Doch die junge Frau meint es ernst, sie ist überzeugt, dass sie verwandt sind. Nach einer schockierenden Enthüllung beginnt so für Em eine Reise in die Vergangenheit. Und zu einem Mann, an den sich nur ihr Herz erinnern kann …


Die Schottland – Reihe von Kira Mohn war mein Einstieg in 2024. Der erste Teil Du irgendwo lag schon eine ganze Weile auf meinem SuB, also habe ich mit Erscheinen von Wir irgendwann die Chance endlich ergriffen. Und wo Band 1 mir nicht ganz so gut gefallen hat, was vor allem an der Protagonistin gelegen hat, fand ich Band 2 um Längen besser. Doch was ich Kira Mohn mal wieder zugestehen muss, die Idee hinter dieser Reihe ist was Besonderes und verdient eindeutig einen Pluspunkt.
Um zusammenzufassen, worum es in den beiden Büchern geht und was ich mit der tollen Idee meine, hier ganz kurz: In Band 1 geht es um die neunzehnjährige Victoria, die herausfindet, dass sie adoptiert wurde und sich auf die Suche nach ihren Eltern und auch ihrer Identität macht. Auftritt Emmeline, die leibliche Mutter. In Band 2 verfolgen wir ihre Geschichte und was dahinter steckt, dass sie sich nicht daran erinnert je ein Kind bekommen zu haben. Oder auch nur an den Vater.
Und ich kann Euch sagen, dass diese Reise rund um Emmeline eine wirkliche Achterbahnfahrt war. Was sie dort herausgefunden hat, war teilweise sehr schlimm, aber dass Em dadurch auch ihre große Liebe wieder gefunden hat, war so ziemlich alles wert. Denn … OMG … Liam war so süß. Reif, erwachsen, wusste, worauf es ankommt und einfach nur charmant. Er passte also wirklich toll zu Emmeline. Wobei hier klar sein muss, dass sich die Geschichte vordergründig um die Adoption und wie es dazu gekommen ist dreht, die Liebesgeschichte ist eher zweitrangig. Nicht dass sie nicht schön war, denn das war sie, aber sie bliebt das ganze Buch hinweg doch eher seicht. Hier hätte ich auf jeden Fall gern noch etwas mehr Tiefe gehabt bzw. einfach mehr zwischen den beiden. Da gab es Potenzial, welches verschenkt wurde.
Und noch ein kleiner Kritikpunkt meinerseits war das Ende, das ging mir alles viel zu schnell. Bis dahin hatten sich die Charaktere so gut entwickelt. Die Beziehungen waren toll und die Geschichte, so emotional sie war, hat einfach Spaß gemacht. Aber plötzlich ging alles so schnell und ich hatte das Gefühl, dass die Autorin ihre geforderte Seitenzahl erreicht hat und die Geschichte schnell zu Ende bringen wollte. Vielleicht wären ein paar mehr Seiten besser gewesen, denn so passte es für mich nicht ganz so gut zum Rest des Buches.
Aber wie gesagt, alles in allem mochte ich Wir irgendwann sehr gern. Der Schreibstil ließ es zu, dass ich das Buch in einem Rutsch lesen konnte. Die Charaktere waren unheimlich sympathisch und die Emotionen eindeutig vorhanden. Ich habe schon länger kein Buch mehr von Kira Mohn gelesen, aber ich glaube, nach diesem möchte ich das bald wieder ändern.


Hat mir um einiges besser gefallen als noch der Vorgänger.





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