
Infos
Titel: Death of a Witch
Autor: E.V. Woods
Anzahl der Seiten: 400
Verlag: Kyss
Preis: 18,00 €
ISBN-13: 978-3-499-01808-4
Erscheinungsdatum: 14. August 2026
Rezensionsexemplar: Ja. Danke an den Verlag für die Bereitstellung.Seit 150 Jahren herrscht eine erbitterte Fehde zwischen den Hexenfamilien Montparsson und Landeville. Sie geben sich gegenseitig die Schuld daran, dass die Quelle ihrer Magie versiegte. Inzwischen sind nur noch ein paar Tropfen übrig und die Familien dem Tod geweiht.
Trotz des tiefen Misstrauens müssen sich Iris Montparsson und August Landeville daher zusammentun, um die gefährliche Reise zum Gallows House anzutreten, wo sie Zuflucht bei der Obersten ihrer Zunft erbitten wollen. Denn allein werden sie die tödlichen Wälder niemals überleben. Doch können sie sich vertrauen, wenn es um Leben oder Tod geht? Oder um das eigene verräterische Herz?
Da ich schon absolut im Herbst-Modus angekommen bin, ist es für mich auch langsam wieder die Zeit im Jahr, in der ich mehr Fantasy lese. Und mein erstes herbstliches Fantasy-Buch war Death of a Witch welches für mich den perfekten Einstieg bot.
E.V. Woods entführt den Leser in Death of a Witch in eine Welt, in der Magie nicht nur ein Geschenk, sondern auch eine Bürde ist. Denn die Menschen haben Angst vor Hexen und Hexenjäger jagen sie. Da ist es nicht gut, dass die Familien Montparsson und Landeville seit Jahrhunderten immer weniger Magie ihr eigen nennen. Die einzige Chance ist es, dass die verfeindeten Familien sich zusammenschließen und bei der mächtigsten Hexe um Zuflucht bitten. Doch so einfach, wie es sich anhört, ist diese Bitte nicht.
Iris und August waren beide Protagonisten, die ich richtig gerne mochte. Beide hatten ihre Stärken und ihre Schwächen, wobei besonders Iris mich manchmal ein paar Nerven gekostet hat. Sie war so zerrissen zwischen dem, was sie fühlt, und dem, was ihre Familie von ihr erwartet, dass ich ihre Entscheidungen zwar verstanden, aber noch lange nicht gutgeheißen habe.
Die Beziehung zwischen Iris und August fand ich dafür umso schöner. Sie ist zwar eher zart gehalten, passt aber zur Geschichte. Besonders gelungen fand ich, wie ihre Magie eng mit ihren Emotionen verwoben ist. Jeder Zauber, jede Entscheidung trägt Gewicht und zeigt nur weitere Facetten ihrer Beziehung auf.
Bei den Nebenfiguren bin ich am Anfang ab und an mit den Namen durcheinandergekommen, aber als das einmal klar war, fand ich auch diese sehr passend. Manche bleiben bewusst rätselhaft, andere hätte ich gern geschüttelt, so blind vor Wut waren sie. Aber alles in allem haben sie emotionale Eckpunkte in die Geschichte gebracht, die mir sehr gefallen haben.
Mein absolutes Highlight war allerdings das Setting. Es war düster und wild, aber gleichzeitig auch wunderschön gezeichnet. Die Wälder wirkten lebendig, was sie vielleicht auch waren, und bildeten zusammen mit der Magie und dem Haus einen eindrucksvollen Schauplatz.
Für mich gab es zwei kleinere Mankos, und das waren der Schreibstil, bei dem ich etwas gebraucht habe, um mit ihm warm zu werden, und dass manche Wendungen leicht vorhersehbar waren, sodass der Spannungsbogen etwas gelitten hat. Dennoch bleibt die Geschichte fesselnd, vor allem durch die emotionale Tiefe der Protagonistin und die moralischen Fragen, die sich aus ihren Entscheidungen ergeben.
Alles in allem war Death of a Witch für mich ein düster-magischer Roman, der zwar kleinere Schwächen hatte, aber für mich auch der perfekte Start in die herbstliche Jahreszeit war. Einfach cozy und perfekt für ein paar gemütliche Lesestunden.
Atmosphärisch, düster und voller Hexenmagie.






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