
Infos
Titel: In Stormy Weather
Autor: Chelsea Curto
Anzahl der Seiten: 464
Verlag: kiwi space
Preis: 18,00 €
ISBN-13: 978-3-462-01240-8
Erscheinungsdatum: 09. Juli 2026
Rezensionsexemplar: Ja. Danke an den Verlag für die Bereitstellung.Dr. Quincy Monroe ist die MINT-Queen der Meteorologie – unnahbar, brillant und unaufhaltsam. Doch als die heftigste Hurrikansaison Floridas zuschlägt, gerät sie ausgerechnet mit ihrem Erzfeind aneinander. Sebastian Dunn, Bruder ihrer besten Freundin, ein arroganter TV-Wetterstar und die einzige Person, die Quincy gefährlich werden kann. Verdammt zu einer riskanten Jagd im Auge des Sturms, liefern sich die beiden einen messerscharfen Schlagabtausch, bei dem die Funken heißer brennen als jeder Blitzschlag.
In Stormy Weather ist mir schon vor einigen Wochen das erste Mal aufgefallen, denn ich liebe das Cover und die Gestaltung einfach. Und nicht nur das. Denn auch der Inhalt klang so vielversprechend und nach etwas Erfrischend-Neuem. Was ich auf jeden Fall auch bekommen habe.
Quincy ist Meteorologin mit Doktortitel und Moderatorin einer beliebten Online-Wettersendung. Sebastian ist der Bruder ihrer besten Freundin, ein berühmter TV-Meteorologe und ihr erbitterter akademischer Rivale, der es liebt, sie zu provozieren. Für den Sommer ist er aus New York zurückgekehrt, um gemeinsam mit ihr Stürme zu jagen. Und ihr gehörig auf die Nerven zu gehen. Doch je mehr Zeit sie miteinander verbringen, desto mehr merken die beiden, dass zwischen ihnen vielleicht mehr steckt als nur eine jahrelange Rivalität.
Quincy war eine Protagonistin, die mir sofort sympathisch war. Denn sie steckt an einem Punkt in ihrem Leben fest, den wir vermutlich alle kennen. Beruflich nicht da, wo man sein möchte, und das Privatleben ist auch teilweise ein ziemliches Chaos. Das auf die Reihe zu bekommen, ist eins ihrer größten Ziele. Dazu ist Quincy noch impulsiv, chaotisch, kreativ, aber auch mit Unsicherheiten versehen, die sie nicht versteckt, sie aber umso greifbarer macht. Was für mich aber das persönliche Highlight an Quincy war, ist, dass sie sich in einer Männerdomäne behauptet und sich dabei nicht unterkriegen lässt. Chelsea Curto zeigt mit Quincy wunderbar, wie wichtig es ist, seine Träume zu verfolgen, auch wenn einem Felsbrocken in den Weg gelegt werden.
Sebastian ist der perfekte Gegenpol. Er ist in vielen Situationen der kühle Kopf und eher rational und strukturiert. Dabei hat auch Sebastian seine inneren Konflikte und ich fand es schön zu sehen, wie auch er wieder aufblüht. Was mir aber noch mehr gefallen hat, war, dass Sebastian kein Bad Boy war, sondern eher der ruhige und verlässliche Typ, der Quincy bei allem unterstützt.
Die Dynamik zwischen Quincy und Sebastian war zwischendurch wirklich urkomisch. Ihre Dialoge und Streitereien sind lebendig und witzig und manchmal etwas unbeholfen, das machte aber alles nur noch sympathischer. Quincy bringt Farbe und Spontaneität in Sebastians geordnetes Leben, während er ihr eine Art emotionalen Anker bietet, den sie lange vermisst hat. Besonders schön fand ich, dass ihre Beziehung nicht nur aus Funken und Flirts besteht, sondern auch aus ehrlichen Gesprächen über Ängste, Erwartungen und die Frage, wie man sich selbst neu definiert, wenn das Leben einen aus der Bahn geworfen hat.
Das Setting an der Küste ist ein weiterer großer Pluspunkt. Man merkt, wie viel Liebe in die Atmosphäre geflossen ist: Sturmwarnungen, salzige Luft, das Gefühl von Sommer, das sich mit einer gewissen Schwere mischt, weil eben nicht alles leicht ist. Diese Mischung aus Urlaubsgefühl und innerer Unruhe passt perfekt zum Titel und zur Stimmung des Romans. Ich hatte beim Lesen oft das Gefühl, als würde der äußere Sturm die inneren Konflikte der Figuren spiegeln.
Alles in allem fand ich In Stormy Weather einen wirklich gelungenen Roman. Die Geschichte ließ sich flüssig lesen und die Balance aus Humor und Emotionen war für mich wirklich gelungen. Dazu kam das ganze STEM-Thema, welches ich wirklich interessant fand. Es gab für mich hier und da ein paar Längen bzw. Wiederholungen, was der Grund ist, warum das Buch keine vollen fünf Sterne von mir bekommt, aber das tat dem Lesevergnügen keinen großen Abbruch.
Es ist für mich genau die Art von Sommerroman, die man aufschlägt, um für ein paar Stunden komplett aus dem Alltag auszusteigen: warm, atmosphärisch, emotional, mit einer Prise Chaos und ganz viel Herz.
Herzklopfen, ein bisschen Chaos, viel Wärme und das leise Gefühl, dass nach dem Sturm tatsächlich etwas Neues beginnen kann.






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