
Infos
Titel: House of Crimson Hearts
Autor: Ruby Roe
Anzahl der Seiten: 500
Verlag: CINNA
Preis: 20,00 €
ISBN-13: 978-3-69200-028-2
Erscheinungsdatum: 18. August 2026
Rezensionsexemplar: Ja. Danke an den Verlag für die Bereitstellung.Es war einmal eine Vampirin, die verführte die Jägerin, die schwor, sie zu töten…
Red ist eine der erfahrensten Vampirjägerinnen von Sangui City und fest entschlossen, sich an Octavia Beaumont zu rächen, eine der drei Urvampirinnen, die ihre Schwester verwandelt hat. Doch Octavia verfolgt ihren eigenen Plan: die Herrschaft über die Stadt.
Als eine Reihe tödlicher Prüfungen den nächsten Erben von Sangui City bestimmen soll, werden aus erbitterten Feindinnen widerwillige Verbündete… sofern sie lange genug widerstehen, einander in Stücke zu reißen oder übereinander herzufallen.
Ich habe mich ehrlich schon lange nicht mehr so schwergetan mit einer Rezension wie ich mich gerade mit House of Crimson Hearts tue. Denn die Idee klang so gut und ich wollte es wirklich lieben, aber dieses Buch hat mich in eine Leseflaute katapultiert und das nehme ich ihr wirklich übel.
Dabei war die Ausgangsprämisse wirklich fesselnd. Octavia Beaumont, eine der ältesten Vampire der Stadt, will endlich die Macht über die Stadt an sich reißen. Bei diesem Plan läuft ihr immer wieder Red, eine Jägerin, über den Weg. Bald schon merkt man, dass hinter diesen Begegnungen mehr steckt, und als dann noch die Trials, drei tödliche Prüfungen, die den nächsten Erben der Stadt hervorbringen sollen, kommen, müssen beide widerwillig zusammenarbeiten.
Was die Protagonistinnen angeht, so war mir Octavia eindeutig die liebste. Nicht nur war sie die Vampirin, die bei mir immer einen Pluspunkt haben, weil Vampire einfach mein Einstieg in Fantasy waren, sondern war sie auch die nahbarere. Red fand ich oft zu kühl und aggressiv, es hätte ihr nicht geschadet, einmal zuzuhören. Aber leider muss ich bei beiden sagen, dass sie etwas blass geblieben sind, denn neben ihrer Verbindung war kaum für die Charaktere, geschweige denn eine Entwicklung, Platz.
Denn, lasst mich ehrlich sein, dieses Buch war nichts als ein P*rno in Schriftform. Anfangs war ich sehr begeistert von der Atmosphäre und den Machtkämpfen, aber schon bald wurde alles von der Dynamik zwischen Octavia und Red verdrängt. Und dabei war die Verbindung zwischen ihnen für mich nicht mal immer spürbar. Die Feindschaft war mir oft zu willkürlich und zu schnell wieder verflogen. Und hätte ich noch einmal das Wort P**sy gelesen, wäre das Buch an die Wand geflogen. Dabei fand ich es anfangs so cool, dass es eine queere spicy Romance war, und gegen guten Spice habe ich auch nichts einzuwenden, aber es war einfach too much.
Alles in allem war House of Crimson Hearts ein unterhaltsamer, sehr heißer sapphischer Vampirroman mit einer starken Idee und atmosphärischen Momenten. Für mich persönlich war es am Ende ein Buch, das Spaß macht, aber nicht die emotionale Tiefe oder erzählerische Konsequenz erreicht, die es haben könnte, einfach weil der Spice doch zu weit im Vordergrund stand.
Ein Roman mit starken Ideen, der für mich aber nicht ganz sein Potenzial ausschöpft.






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