Dienstag, 31. Oktober 2017

[Rezension] Die Abenteuer des Apollo - Das verborgene Orakel

Buchcover




Infos


Titel: Die Abenteuer des Apollo - Das verborgene Orakel
Autor: Rick Riordan
Anzahl der Seiten: 400
Verlag: Carlsen
Preis: 17,99€
ISBN-13: 978-3-551-55688-2
Erscheinungsdatum: 31. August 2017




Der Gott Apollo stürzt vom Himmel direkt in ein paar Mülltonnen – er ist bei Zeus in Ungnade gefallen und wurde zur Strafe seiner Unsterblichkeit beraubt! Prompt wird er auch noch überfallen, doch zum Glück springt ihm Meg zur Seite – frech, kampflustig, höchstens zwölf und zweifelsfrei eine Halbgöttin. Zusammen machen sie sich auf nach Camp Half-Blood, doch dort lauern weitere Gefahren. Und noch dazu funktioniert das Orakel von Delphi nicht mehr, denn es ist immer noch von Apollos altem Feind Python besetzt...


Okay, bevor jetzt irgendjemand meckert weil ich angeblich zu alt bin für die Bücher von Rick Riordan. Nein, dafür ist man einfach nie zu alt. Denn diese Bücher lese ich zwar schon seitdem ich 16 bin (und das ist jetzt schon ein ganzes Weilchen), aber sie haben mich einfach über die Jahre begleitet. und Die Abenteuer des Apollo - Das verborgene Orakel ist jetzt auch schon mein 13 Buch rund um Percy Jackson und seine Freunde. Doch leider muss ich gleich mal dazu sagen, dass mir einige der Bücher nicht so gut gefallen haben. Und Apollo ist so ein Zwischending.
Apollo, der Gott der Weissagungen, der Künste und des Bogenschießens, ist plötzlich kein Gott mehr. Denn er ist bei seinem Vater Zeus in Ungnade gefallen und wurde deswegen zu einem ganz normalen Sterblichen. Was absolut furchtbar ist. Und noch schlimmer, er steht ab jetzt im Dienst von Meg. Einem höchstens zwölfjährigen Mädchen und Halbgöttin. Und wie es nun mal so ist, ein Unglück kommt selten allein, denn schon bald warten auf Apollo und Meg eine ganze Reihe an gefährlichen Aufgaben...
So weit so gut.

Apollo kennt man ja schon (wenn man mit den Werken von Rick Riordan vertraut ist) aus einer ganzen Reihe anderer Bücher. Und bis dahin war er mir auch nicht gerade der sympathischste aller olympischen Götter. Und das hat sich auch am Anfang des Buches nicht wirklich geändert. Denn Apollo ist (Gott hin oder her) ein ziemlich eingebildeter und selbstverliebter Gott bzw später Junge. Was wirklich ziemlich anstrengend ist. Doch ein Glück hat er noch mal die Kurve bekommen. Denn mit jeder weiteren Aufgabe, mit jeder neuen Herausforderung als ganz normaler Mensch, wächst Apollo und verändert sich. Er sieht ein, dass er in der Vergangenheit Fehler gemacht hat und sich die Welt nicht nur um ihn dreht (auch wenn er nichts dagegen hätte). Also, auch wenn er nicht mein liebster Protagonist aus dem Percy Jackson-Universum ist, ist Apollo doch ganz anders als gedacht.
"Dad [Apollo]. Du bist schon gut. Sehr gut. Du musst nur deine Erwartungen entsprechend anpassen. Hab Geduld, hab Mut. Du wirst besser."
Nur mit Meg bin ich das gesamte Buch über nicht klar gekommen. Ich wurde einfach nicht warm mit ihr, auch wenn ich mir wirklich große Mühe gegeben habe. Obwohl sie so jung ist, und Eigenarten hat die unglaublich nervig sind, konnte ich sie einfach nicht durchschauen. Und das hat mich wahnsinnig gemacht. Gerade zum Ende hin. Denn ich bin einfach so jemand, die Charaktere einschätzen können muss, um sie zu mögen. Auch wenn meine Einschätzung am Ende daneben liegen mag, muss ich erst einmal etwas hinter ihre Fassade blicken können. Und das war bei Meg einfach nicht der Fall. Ich hoffe wirklich, dass das in den anderen Büchern besser wird, sonst sehe ich ja ehrlich gesagt schwarz. Immerhin macht sie einen großen Teil der Geschichte aus.
"Du lebst lange genug, um das zu wissen, mein Freund. Götter, Monster, Titanen...sie alle sind immer gefährlich. Aber die größte Bedrohung für Halbgötter waren zu allen Zeiten andere Halbgötter."
Doch zum Glück geht es ja nicht nur um die Charaktere, sondern vor allem wieder um ein spannendes Abenteuer rund um Götter, Titanen und jetzt noch ganz neue Widersacher. Und die haben es echt in sich. Die Geschichte von Die Abenteuer des Apollo spielen kurz nach den Geschehnissen aus Die Helden des Olymp und etwa parallel zu den Magnus Chase Geschichten. Man braucht also schon ein wenig Vorwissen, um einige Zusammenhänge zu verstehen. Doch hat man diese, ist die Story einfach unglaublich spannend. Also, naja, wenn sie dann ab der Hälfte des Buches erst einmal an Fahrt aufnimmt. Und besonders das Ende hat mich wirklich schockiert. Ich habe ja im Laufe der ganzen Riordan Bücher schon einiges erlebt, aber was er sich für diese neue reihe hat einfallen lassen, darauf wäre ich ganz ehrlich nie gekommen.


Alles in allem ist Die Abenteuer des Apollo - Das verborgene Orakel wohl keins von Rick Riordans besten Büchern. Aber trotz kleinerer Stolpersteine und einer sich sehr langsam entwickelnden Geschichte, bringt das Buch wie immer Spaß (vor allem Apollo bringt oft unfreiwillig Komik in die Geschichte) beim lesen und trumpft mit unvorhersehbaren Handlungen auf, die es in sich haben. Ganz klar, ein Muss für alle Riordan-Fans und eine Empfehlung an diejenigen die Bücher rund um griechische Mythologie mögen.


Wenn Selbstverliebtheit einen Absturz hat, ist Apollo in einen Müllcontainer gefallen. Abgesehen von ein paar Kleinigkeiten absolut genial!



Danke an den Carlsen-Verlag für die Bereitstellung des Buches.


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