Samstag, 27. Mai 2017

[Rezension] Perfect Touch - Ergeben

Buchcover




Infos


Titel: Perfect Touch - Ergeben
Autor: Jessica Clare
Anzahl der Seiten: 335
Verlag: Bastei Lübbe
Preis: 10,00€
ISBN-13: 978-3-404-17578-9
Erscheinungsdatum: 26. Mai 2017




Reality-TV! Für Milliardär Sebastian Cabral gibt es kaum etwas Schlimmeres. Vor allem, weil seine Mutter der Star einer solchen Show ist und sich in den Kopf gesetzt hat, ihn mit seiner Ex zu verkuppeln, um mehr Drama zu schaffen. Irgendwann ist er so entnervt, dass er seine Bekannte Chelsea bittet, ihn zum Schein zu heiraten. Eigentlich die perfekte Lösung. Nur leider stellt diese Ehe Sebastian vor ganz neue Probleme. Denn die platonische Beziehung zu seiner äußerst reizvollen Ehefrau macht ihn mit jedem Tag ein bisschen mehr verrückt. Genau wie die Tatsache, dass Chelsea etwas vor ihm verbirgt...


Wer mich kennt oder meinen Blog schon eine Weile verfolgt, der weiß, das Jessica Clare eine der Autorinnen für mich ist, deren Bücher ich immer sofort lesen muss. Ihre Geschichten sind einfach immer witzig und sexy, tolle und leichte Geschichten für zwischendurch. Und das sich die neusten Bücher um die Trauzeugen und Brautjungfern von Hunter & Gretchen drehen (das Paar aus Perfect Passion - Verführerisch) ist noch ein zusätzlicher kleiner Bonus. Allerdings ist ihr neustes Werk, nicht ganz so gut wie erhofft.
In Sebastians Leben ist die Hölle ausgebrochen. Wortwörtlich! Denn seine Mutter, gefeierter Star einer Reality-TV Show, hat sich in den Kopf gesetzt, ihn in der neuen Staffel mit seiner Ex-Freundin zu verkuppeln. Jetzt braucht er schnell eine Lösung um das zu verhindert. Da kommt ihm Chelsea, die er auf der Verlobungsparty von gemeinsamen Freunden das erste mal trifft, genau richtig. Denn Chelsea sucht dringend nach einer neuen Mitbewohnerin und Sebastian nach einer Schein-Ehefrau um seine Mutter abzuwimmeln. Doch schon bald wird aus der Schein-Ehe viel viel mehr. Aber nicht nur Sebastian hat Probleme, denn auch Chelsea hat einige Geheimnisse, die ihre Beziehung bedrohen könnten.


Chelsea ist mal eine nicht so typische Protagonistin und ein wandelnder Widerspruch. Auf der einen Seite ist sie mutig, lustig und selbstbewusst. Auf der anderen Seite ist sie ängstlich, bedürftig und schreckhaft. Es hat eine Weile gedauert, bis ich sie etwas in mein Herz schließen konnte. Denn eigentlich ist sie eine ziemlich starke Persönlichkeit, die viel durchgemacht hat. Doch besonders hat mir an ihr gefallen, das sie professionelle Derby-Spielerin ist. Diese Szenen haben mir wirklich am meisten Spaß gemacht.
"Von dem Augenblick an, in dem sie ihn in Hunter Buchanans Haus geküsst hatte, war sie die Seine gewesen."
Auch Sebastian ist nicht der typische Alpha-Male Held den man aus so vielen New-Adult Romanen kennt. Er ist eher ein zurückhaltender und sehr geduldiger Mann, was ihn aber perfekt für Chelsea macht, mir persönlich aber etwas zu langweilig war. Natürlich sieht er gut aus und hat Geld, aber manchmal kam er etwas ziellos rüber, was mich nicht ganz so angesprochen hat. Erst als man erfahren hat, wo seien wahre Leidenschaft liegt, konnte ich mich etwas mehr für ihn erwärmen.


Ein großes Problem welches ich mit diesem Buch hatte war, dass ich keine wirkliche Verbindung zwischen Sebastian und Chelsea gespürt habe. Es gibt Paare, bei den knistern die Seiten nur so vor Spannung, aber bei den beiden fühlte es sich eher wie eine lauwarme Dusche an. Nicht schlimm, aber auch nicht unbedingt das was man sich wünscht. Aber ich glaube das lag besonders an Chelseas Problemen. Den Chelsea hat wirklich einiges durchgemacht, manchmal kam mir die Thematik auch zu ernst für dieses Buch vor, was die Geschichte verlangsamt hat. Sodass diese prickelnde Spannung zwischen Sebastian und Chelsea nicht wirklich gepasst hätte.
"Wie hatte sich diese überstürzte Scheinehe in etwas verwandeln können, von dem sie regelrecht besessen war und das sie nie wieder aufgeben wollte?"
Alles in allem war Perfect Touch - Ergeben eine nette Geschichte mit einem etwas schwereren Thema als man es von Jessica Clare gewohnt ist. Und auch wenn es wohl nicht mein Liebling der Autorin wird, freue ich mich schon total auf die nächste Geschichte rund um Greer und Asher.


Eine gut geschriebene Geschichte, die einen ganz neue Verwendungsmöglichkeiten für Rollschuhe aufzeigt.




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